Höre auf deinen Körper steht vollmundig auf der
Startsteite. Aber das ist ernst gemeint. Ich habe zwar meine Laufzeiten, die
aber nur der Orientierung dienen. An manchen Tagen habe ich mehr Lust, da
wird es eben ein bißchen länger, an anderen quäle ich mich
herum und höre schnell wieder auf. Aber eines mache ich (fast) nie: Ich
diskutiere nicht mit mir über das Wetter! Also langer Rede kurzer Sinn:
Ich laufe an fünf Tagen in der Woche (mind. 30 min), davon einmal (meist
am Lauftreff Sonntags) länger, d.h. mind. 90 min.
Ich
laufe immer hübsch langsam, so dass meine Pulsuhr nie über Grenzpuls
steigt. Einzige Ausnahme: Die letzten 12 Wochen vor einem Marathon (s.u.)
... und noch ganz persönlich ... ein Erinnerungsfoto von
einem Laufseminar mit Herbert Steffny.
Jetzt
kommen die Männer wieder mit ihrer Zahlen-Liebhaberei. Alles was man
messen kann, wird gemessen! Aber in diesem Fall ist es wirklich wichtig. Denn,
und das habe ich wie alle Anfänger damals falsch gemacht, wir laufen
eigentlich zu schnell. Gut für einen Langlauf trainieren, heißt
langsam laufen. Das beste Mittel im Training ist, konsequent mit Pulsuhr (meine
Empfehlung: Fa. Polar) zu laufen. Zuvor muss man natürlich wissen, was
der Grenzpuls ist und wie ich ihn ausrechnen kann. Der Link führt zu
einer Information darüber. Der Download beinhaltet eine kleine Excel-Datei,
wo du deinen Ruhepuls (kurz nach dem Wachwerden, im Bett liegend gemessen),
dein Alter und deinen Fitnessgrad (von 0,6 untrainiert bis 0,75 sehr gut trainiert)
einträgst und deinen Grenzpuls erhälst. Nimm ihn aber nur zur Orientierung
und bleibe lieber bis zu zehn Schläge darunter! Und niemals darüber,
egal wie blöd dich Walkerinnen anstarren angesichts deines Schneckentempos.
Warte einfach ein paar Wochen ab!
Nanu?
Hieß es auf der Startseite nicht "auf seinen Körper hören"
und dann auf einmal Trainingspläne? Nein! Es gibt nicht DEN Trainingsplan,
jeder müsste individuell sein. Aus diesem Grunde stelle ich euch hier
meinen zur Verfügung. Macht das beste daraus!
Stretching,
altdeutsch Dehnübungen, sind enorm wichtig und oft vernachlässigt.
Hier einige für Läufer in Bild und Text
Ich
persönlich laufe nicht gerne mit Musik, weil sie mich aus dem Rhythmus
bringt. Und im Sommer genieße ich auch gerne die Natur und möchte
sie so intensiv wie möglich erleben. Aber im Winter und Kälte und
Dunkelheit, da laufe ich ganz gerne mit Unterhaltung. Mein Tipp: Ein mp3-Stick
mit Schlaufe und dort Hörspiele o.ä. aufspielen.
Wieder
ganz persönlich: Ich laufe gerne mit Kaugummi, da wird mein Mund nicht
so schnell trocken. Ausprobieren!
Meine
Frau hasst das stinkende Zeug, aber zum Laufen gibt es nichts besseres: Funktionskleidung,
die den Schweiss abgibt statt zu speichern (wie Baumwolle). Inzwischen haben
auch Discounter wie Lidl und Aldi immer mal wieder welche im Angebot. Bei
Kälte ziehe ich immer eine Lage mehr an, also "Zwiebel-Look".
Tja,
der Winter ...
..
der macht mir leider immer wieder zu schaffen. Die Kälte und dauernde
Dunkelheit heizt meine (Sehn-)Sucht nach den falschen Kohlenhydraten (sprich
Schokolade und Plätzchen) immer wieder an. Ich habe gemerkt, dass es
gut klappt mit dem Laufen, wenn man deutliche Regenerations-Phasen einbaut.
Also wenn es partout ohne Lust gehen müsste, mal ausfallen lassen oder
ein kleines Läufchen einschieben. Gut sind auch (wenn gerade kein Wettkampf
geplant ist) eine Woche mit 50% reduziertem Laufpensum. Aber, s.o. wenn
ich mal unterwegs bin, dann geht es auch bei nass-kaltem Wetter. Und hinterher,
warm geduscht, geht es einem garantiert besser.